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Regierungskrise in Italien spitzt sich zu.

Berlusconi und Fini gehen getrennte Wege. Im September entscheidet sich, ob es zu Neuwahlen kommt.

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi und der Präsident der Abgeordnetenkammer, Gianfranco Fini, gehen künftig getrennte Wege. Fini stieß schon seit längerem und wiederholt mit dem autoritären Führungsstil Berlusconis an und kritisierte Abweichungen vom Regierungsprogramm. Nachdem die Auseinandersetzung vergangene Woche ihren Höhepunkt erreichte, haben die Abgeordneten der Regierungspartei "Popolo della Libertà", die der Linie Finis folgen, eine neue Fraktion "Futuro e Liberta per l'Italia" gebildet. Zwar werden sie zunächst weiterhin die Regierungsentscheidungen, die in ihren Augen tragbar sind und im Einklang mit dem Regierungsprogramm stehen, unterstützen, dennoch sind Neuwahlen möglich. Berlusconi hat seinen Sommerurlaub verkürzt und will im September über sein Programm abstimmen lassen, welches momentan neu erarbeitet wird. Sollten die 4 Pfeiler des Programmes (Justiz, Fiskus, Föderalismus und Mezzogiorno) nicht die gewünschte Unterstützung erfahren, geht es wieder einmal vor Ende der Legislaturperiode zurück an die Wahlurnen.

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