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Neapel sehn und... von der Madonna begleitet werden! Ciao a tutti, entschuldigt zunächst, dass wir letzte Woche leider keinen Beitrag im Italienblog gepostet haben (dieser Hinweis geht insbesondere an die uns wohlbekannten treuen Leser des Italienblogs), dafür gibt es heute einen kleinen Reisebericht unserer Tage in Neapel, während derer wir unter anderem 4* Superior Hotels, aber auch schöne neue 3* Jugendhotels für Euch getestet haben. Ausnahmsweise haben wir uns mal nicht mit dem Bus, sondern mit der Lufthansa auf den Weg gemacht. Knapp 2 Stunden sind wir unterwegs, immer wieder beeindruckend, in welch kurzer Zeit fast 1800 km in unserem Zeitalter zurück gelegt werden können. In Neapel gelandet stehe ich in der Halle des „ritiro bagagli“ (dem Gepäckempfang) durch Zufall neben einem Feuerlöscher. TÜV geprüft ist er wahrscheinlich nicht, dafür mit einem Aufkleber der heiligen Mutter Gottes versehen, die uns, so der Schriftzug, retten möge. Herzlich willkommen in Neapel! Wir verlassen mit unserem Gepäck den Ankunftsbereich und begeben uns zum Schalter der Autovermietung. Für einen Freund von uns, der einige Tage später mit seinem Nachwuchs zu uns stoßen wird, bestelle ich zusätzlich einen Kindersitz. Dann geschieht etwas, was Neapel eben genauso ausmacht wie seine vermeintlichen Schattenseiten. Neapolitaner sind Menschenfreunde: „Ma, se hai il bambino, ti faccio un upgrade, così state più comodi.“ Obwohl wir nur einen Panda bestellt und bezahlt hatten, übergibt uns der neapolitanische Mitarbeiter einer großen Autovermietung einen Lancia, nur damit wir ein wenig bequemer unterwegs sind. Am ersten Tag sind wir in Sorrento und Umgebung unterwegs. Die Amalfiküste ist einfach ein Traum, strahlend blauer Himmel, dazu ein Aperitiv auf der Terrasse eines wunderschönen Hotels mit Blick auf den Vesuv und den Golf von Neapel – schweige und genieße. Wir fahren die gesamte Küste entlang Richtung Salerno, passieren Amalfi und Positano und wundern uns nicht, dass sich am Tag des Jüngsten Gerichts für die „Amalfitani“ laut einem einheimischen Diktum, welches sich an einem Torbogen in Amalfi befindet, nichts ändern wird. Einfach paradiesisch ist diese Gegend Italiens. Abends machen wir uns dann noch auf den Weg nach Kalabrien. Die 220 km von Salerno bis in das kalabresische Bergdorf Altomonte sollte man allerdings nicht unterschätzen, Baustellen und Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der A3 setzen momentan viel Geduld voraus. Diese Geduld wird dann aber mit einem Risotto ai funghi, frischer kalabresischer Salami, Gemüse aus eigenem Anbau und feuerroten Peperoni belohnt. Am nächsten Morgen weckt uns der süditalienische Hahn, strahlender Sonnenschein und wohltuende Temperaturen sind auch Ende September hier nicht ungewöhnlich. Wir spazieren durch den Garten unserer Freunde und Gastgeber, pflücken Feigen und Tomaten in einer Größe und mit einem Geschmack, wie es sie eben nur im Süden gibt. Nach dem Mittagessen fahren wir durch die Berglandschaft Kalabriens an die Küste und verbringen Stunden der Entspannung am immer noch angenehm temperierten Meer in Scalea. Abends übernachten wir in der Nähe von Salerno. Salerno ist auf jeden Fall sehenswert, insbesondere am Abend solltet ihr unbedingt bei einer Passeggiata an der Promenade das italienische Flair genießen. Sehen und gesehen werden heißt es hier. Dritter Tag: Neapel – Napoli. Wer mehr über die Stadt erfahren möchte, dem empfehlen wir die Lektüre von Dieter Richters Buch „Neapel“. Wer mehr über die Neapolitaner erfahren möchte, dem empfehlen wir die Lektüre von Luciano de Crescenzos Buch „Così parlò Bellavista“ (auch in Deutsch erhältlich). Wer einfach nur erste Impressionen erhalten möchte, dem empfehlen wir einen Blick auf unsere Facebook Seite, auf der einige Bilder unserer Tour betrachtet werden können. Was haben wir aber in Neapel so angestellt? Natürlich haben wir die „Sfogliatelle“ probiert, waren am Tag des Wunders von San Gennaro, dem Stadtpatron, in besonderer Atmosphäre unterwegs und haben Gennaros verflüssigtes Blut begutachtet, welches die Stadt im kommendem Jahr vor größerem Unheil schützen wird. Einen Traumblick über die Stadt haben wir ebenso genossen wie den Spaziergang durch den Parco Virgiliano, in dem der Dichter der Aenaeis allerdings nicht mehr begraben ist. Und natürlich haben wir noch vieles mehr entdeckt, was wir Euch gerne auf einer unserer nächsten gemeinsamen Reisen zeigen möchten. Vierter Tag: Capri solltet ihr Euch nicht entgehen lassen, wenn es Euch mal nach Kampanien verschlägt. Zwar sind die Preise der Fährüberfahrt sowohl von Neapel als auch von Sorrent wirklich nicht preiswert (13,50 p.P. pro Fahrt), aber der Blick auf die Faraglioni, das Wahrzeichen der Insel, ist einfach unbezahlbar. Das müsst ihr gesehen und erlebt haben. Abends kehren wir nach Salerno zurück, essen in unmittelbarer Nähe der Promenade in einer kleinen Trattoria eine sehr gute „Frittura di pesce“ und genießen noch einmal das Flair des Südens der Halbinsel. Tolle Tage in Neapel enden, auf dem Weg zum Flughafen fahren wir durch das Viertel Capodicchino. In großen Lettern steht über den Eingangstoren einer Kirche „La madonna ti accumpagna“. Da ist sie wieder, die Madonna. Im Flughafen wirbt die Lufthansa mit dem Slogan „La sorpresa è che non ci sono sorprese.“ Mit vielen Überraschungen im Gepäck, der Begleitung der Madonna und dem angenehmen Gefühl, dass es auf dem Flug keine Überraschungen geben wird, landen wir zwei Stunden später wieder in Frankfurt. Bis nächste Woche. Euer Reisedienst Weimer |






